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Montag, 19. November 2007

Ein Totentanz in unserer Zeit

In Oberkärnten gibt ein Totentanz den Takt. Aus dem Mittelalter kommend

wird ein Totenspiel in Metnitz , bereichert um Kärntner Totenlieder, als "Metnitzer Totentanz" regelmäßig aufgeführt. Wer das Makabre liebt, auf ins Metnitztal!

Der Inhalt ist einfach und geradlinig: ein Engel gibt das Thema an:

"Auf, auf, o Mensch, mach dich bereit, ... es gilt ein Kranz, der Tot rufet allen nach sein Gefallen zu seinem Tanz."

Nachdem der Tod einen nach dem anderen zu seinem Tanz geholt hat, klingt das Spiel mit der Erkenntnis aus:

"Tretet all zu meinem Reigen dar,
die ihr das Leben schon habt gegeben
in Gottes Händ zum seligen End!"

Happy end?

Donnerstag, 18. Oktober 2007

Totenruhe im Metnitztal

Von wegen Totenruhe. Der Pfarrer von Feistritz ob Grades im Metnitztal ist wegen Störung der Totenruhe angezeigt worden. Bei der Sanierung der Friedhofsmauer wurden Gräber in Mitleidenschaft gezogen.
Ein tief betroffener Hinterbliebener: "Ich wollte am Grab meines Opas eine Kerze anzünden. Doch statt seiner letzten Ruhestätte fand ich nur ein großes Loch!“, berichtet Robert Hartenberger aus Feistritz ob Grades. Daneben sei ein Knochenhaufen gelegen. „Da lag sogar eine Socke, die meinem Opa gehört hat.“ Außerdem sollen Hunde an den ausgegrabenen Gebeinen gekaut haben. Metnitztal, oh Metnitztal!

Wo Gräber waren, steht jetzt ein Bagger, die entfernten Grabsteine lehnen an der Kirchenmauer. Immerhin wurden die exhumierten Gebeine mittlerweile wieder eingegraben, die Bürger sind aber dennoch wütend: „Der Herr Pfarrer hat ein Massengrab hier gemacht“, ärgert sich Alfred Pfeifenhofer. Ingrid Hartenberger setzt nach: „Niemand hat uns über die Bauarbeiten informiert.“

Dorfpfarrer Werner Stefan selbst gesteht einen Fehler ein: „Ich gab wohl zu wenig Informationen. Die Sanierung der Mauer war aber notwendig.“

Der sShönheit des Metnitztals tuts keinen Abbruch!